Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Sprecherin: Katharina Barth

Kurzportrait: Arbeitgeber für familienfreundliche Maßnahmen im Betrieb sensibilisieren, Arbeitnehmer und Öffentlichkeit informieren – das sind die Ziele dieses Handlungsfelds. Die tägliche Herausforderung Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist längst kein Einzelschicksal mehr. Das Thema rückt zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion und den Fokus der Arbeitgeber, für die es einen Baustein bei der Sicherung von Fachkräften darstellt.

Die Handwerkskammer Wiesbaden, IHK Gießen-Friedberg, Bundesagentur für Arbeit Gießen, das Kommunale Jobcenter KVA, Vogelsberg Consult GmbH, Akteure der Kreisverwaltung, regionale Vereine, engagierte Privatpersonen und Unternehmen arbeiten gemeinsam an der Umsetzung dieser Ziele.

Kontakt: Zur Koordination Ihrer Anfragen steht Ihnen Frau Obenhack im Koordinationsbüro der Kreisverwaltung gerne zur Verfügung: 
Telefon: 06641/977-3404 
E-Mail: familienbuendnis(at)vogelsbergkreis.de

Grundsätzlich gilt: die Arbeitsgruppen sind offen für alle Menschen, die ihre Ideen einbringen wollen.

Nächstes Treffen:
Montag, 14. Juni 2021, 15:00 Uhr, online

 


Nachgefragt
Kinderbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie:
„Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit der besonderen Situation um?“

Fragebogen

Seit nun einem Jahr ist unser Alltag ein ganz anderer. Unser Leben steht Kopf und wir sind gezwungen uns immer neuen Situationen zu stellen – beruflich und auch privat. Flexibilität und Kreativität sind an vielen Stellen gefordert. Nicht zuletzt beim Thema Kinderbetreuung stehen wir immer wieder vor neuen Herausforderungen. Dies betrifft zum einen die Familien, die sich plötzlich die Frage stellen, wie der Alltag zwischen Kinderbetreuung, Homeschooling und Arbeit funktionieren soll. Genauso sind auch die Unternehmen gefragt: Wie können Sie Ihre Mitarbeiter*innen am besten unterstützen, dass sie Familie und Beruf „unter einen Hut bringen“ können? Welche Hilfestellungen sind überhaupt (wirtschaftlich) möglich und umsetzbar? Was können wir aus der jetzigen Situation zukünftig lernen?

Das Handlungsfeld Vereinbarkeit von Familie und Beruf des Vogelsberger Familienbündnisses hat bereits im vergangenen Jahr Vogelsberger Familien gefragt, wie sie mit der Situation seit März 2020 umgehen, wie es ihnen ergeht und wie sich alles verändert hat. Die Ergebnisse können Sie auf unserer Homepage nachlesen.
Da es in unserer Arbeit um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, möchten wir ebenso gerne wissen, wie Sie als Unternehmen mit den veränderten Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter*innen umgehen, welche Lösungen Sie mit und für Ihre Arbeitnehmer*innen gefunden haben und auch welche Herausforderungen für Sie am bedeutsamsten sind. Eben alles, was Sie rund um dieses Thema bewegt.

Wir sind gespannt auf Ihre ganz individuellen Berichte – egal ob lang oder kurz, ob ausformuliert oder nur in Stichpunkten. Uns interessieren Ihre Erfahrungen in Bezug auf diese besondere Situation. Und, vielleicht haben Sie ja auch positive Erfahrungen gemacht, welche Sie auch zukünftig beibehalten möchten und welche Sie als familienfreundlicher Arbeitgeber auszeichnen.
Ihre Erfahrungen wollen wir gerne auf unserer Website (https://www.vogelsberg-familienfreundlich.de/) veröffentlichen.

Füllen Sie dafür einfach unseren Fragebogen aus.

Wir freuen uns über Ihre Post (gerne auch per E-Mail):

Vogelsbergkreis - Der Kreisausschuss                
Katharina Barth
Am Schlossberg 32
36304 Alsfeld
E-Mail: katharina.barth@vogelsbergkreis.de

Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06631 961618.

 

 


Kinderbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie: „Wie war (oder ist) das denn bei Ihnen?“

Diese Frage hat das Handlungsfeld Vereinbarkeit von Familie und Beruf des Vogelsberger Familienbündnisses den Familien im Vogelsbergkreis gestellt. Im Fokus dieser Frage standen die ganz persönlichen Geschichten, die Sorgen, die Nöte und Ängste, aber auch die schönen Erlebnisse während der Zeit der Schul- und Kindergartenschließungen. Die Rückmeldungen kamen fast aus dem ganzen Kreisgebiet und jede einzelne von ihnen war wertvoll. Ein paar Stimmen haben wir eingefangen – lesen Sie selbst:

Ute Caspar, Lautertal
„Unseren 8jährigen Sohn haben wir zuerst gemeinsam im Wechsel betreut und sind dann durch einen Teil der Familie unterstützt worden. Die Inanspruchnahme der Notbetreuung war super – so konnten wir alles besser organisieren. Leider mussten wir auch enttäuschende Erfahrungen innerhalb der Familie machen, da wir uns von manchen Personen mehr Hilfe erwartet hatten. Das Homeschooling war kein Problem. Gefehlt haben unserem Sohn vor allem die sozialen Kontakte. Alles in allem klappt der Umgang mit der Situation aber mittlerweile einigermaßen gut – sofern man das überhaupt sagen kann.“

Frau Engel
„Unsere beiden Söhne haben wir gemeinsam zu Hause betreut, was mit Homeoffice-Regelungen und Kurzarbeit möglich war. Herausforderungen gab es hinsichtlich der Technik: Aufgrund der Internetverbindung konnten wir Eltern nicht zeitgleich arbeiten bzw. konnten die Kinder während der Homeoffice-Zeit keine Online-Schulaufgaben lösen. Durch das hohe Arbeitsaufkommen bei mir hatte ich ein schlechtes Gewissen, den Kindern nicht gerecht zu werden. Da mein Mann in Kurzarbeit war, wusste ich sie in guten Händen. Wir als Eltern können den Partner mit all seinen Aufgaben, Nöten und Sorgen aufgrund der vertauschten Rollen nun etwas besser verstehen.  Den Kindern fehlten die Kontakte zu anderen Kindern, aber wir als Familie hatten wesentlich mehr Zeit füreinander als normalerweise, welche wir gerne draußen verbrachten. Heute sind noch nicht alle Probleme und Umstände weg; wir würden unsere Kinder am liebsten in Watte packen und sie vor allem beschützen, aber wir wissen, wir werden es schon irgendwie schaffen!“

Die Eltern von Lucas Gröb, Homberg (Ohm)
„Gemeinsam haben wir als Eltern unsere beiden Kinder betreut. Für uns war es eine Herausforderung, da niemand wusste, wie lange dieser Zeitraum sein wird. Die Hilfe der Großeltern hat uns gefehlt, und auch die Kinder haben ihre Omas und Opas vermisst. Es war ungewohnt, die Schulaufgaben am Rechner zu erledigen, und auch den Kindern neue Themen kindgerecht zu vermitteln. Damit es nicht langweilig wurde, haben wir gemeinsam einen Plan erstellt, was wir jeden Tag machen können. Daraus ist am Ende sogar ein Video entstanden.“

Theresa
„Ich habe mein Kind während der Zeit der Schulschließung selbst betreut. Am Anfang war besonders das Homeschooling sehr ungewohnt, aber nach einer gewissen Zeit lief alles super! Besondere Hilfe oder Hilfsangebote habe ich nicht gebraucht, es hat alles gut funktioniert.“

Kerstin Sudmeier, Lauterbach
„Es war eine tägliche Zerreißprobe, mich um unsere vier Kinder zu kümmern. Jedes Kind hat, angemessen seines Alters, andere Bedürfnisse, denen ich gerecht werden wollte. Besonders meine Kinder, die bereits in die Schule gehen, konnten zu Hause nicht so motiviert lernen. Gerade wenn mehr als ein Kind von zu Hause aus beschult wird, ist es für die Eltern schwierig dies in vollem Umfang zu unterstützen. Alle haben ihre Freunde und Hobbys vermisst und leiden nach wie vor noch unter den Einschränkungen zu Beginn des Jahres. Die Kinder hätten einfach wieder früher „ins Leben gelassen“ werden müssen.“

Frau Braun, Schlitz
„Es lief alles ganz gut. Normalerweise sind unsere beiden Kinder halbtags im Kindergarten. Während des Lockdowns im Frühjahr konnte ich von zu Hause aus arbeiten. Mein Arbeitgeber hat mich an dieser Stelle sehr gut unterstützt, da ich mir meine Zeit frei einteilen konnte. Für unsere Familie war das ein großer Vorteil.“

Aranyka Fröhlich-Gyura, Lautertal
„Es war für uns eine schwere Zeit, aber wir haben auch viel Hilfe durch die Familie, Freunde und meinen Arbeitgeber erfahren. Anfangs hat mein Mann unsere beiden Kinder betreut, dafür hatte er Urlaub genommen. Unsere Jobs haben die Arbeit im Homeoffice nicht zugelassen. Meine Chefin hat es aber dennoch immer möglich gemacht, dass ich die Betreuung meiner Kinder mit meinem Beruf vereinbaren konnte. Auch die Familie und Freunde haben uns so unterstützt, dass wir glücklicherweise die Situation gut meistern konnten.“

Eine Familie aus Alsfeld
„Eine Woche lang habe ich unser Kind betreut, danach hat sich mein Mann um die Kinderbetreuung gekümmert. Wir hatten beide die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten und konnten uns so im Wechsel um unser Kind kümmern. Am schwierigsten war der fehlende Kontakt zu anderen gleichaltrigen Kindern. Als der Kindergarten wieder öffnete, war es fast wieder wie in der Eingewöhnungsphase.“

Eine Familie aus Romrod
„Wir hatten genug Hilfe von unserer Familie und Freunden. Ich selbst habe Überstunden abgebaut und Urlaub genommen um mich um unsere Kinder zu kümmern. Wir haben versucht, den Tag so gut es ging zu strukturieren und so oft es ging an die frische Luft zu gehen. Schlimm war für uns, dass die Spielplätze geschlossen waren, das war sehr schade für die Kinder.“

 

 


Kinderbetreuung in Zeiten der Corona-Pandemie: „Wie war (oder ist) das denn bei Ihnen?“

Fragebogen und Teilnahmeunterlagen

Seit März ist unser Alltag ein anderer. Besonders, als am 16. März 2020 die Schulen geschlossen wurden. Viele Menschen haben sich gefragt „Was nun? Wie soll der Alltag aussehen, zwischen Arbeit und Kinderbetreuung? Wer kümmert sich um die Kinder, wenn sie nicht in die Schule gehen und ich arbeiten muss – wer unterstützt sie beim Homeschooling? Wie kann das alles funktionieren? Und: Wie lange dauert das alles?“ Fragen über Fragen gingen allen Eltern durch den Kopf, aber die eine Antwort gab es nicht.

Das Handlungsfeld Vereinbarkeit von Familie und Beruf des Vogelsberger Familienbündnisses möchte gerne wissen, wie es Ihnen besonders während der Zeit der Schulschließung ergangen ist und wie sich Ihr Tagesablauf verändert hat. Es interessiert uns, wie Sie und Ihre Familie mit der Situation umgegangen sind, welche Lösungen Sie für sich gefunden haben. Oder auch, für wen Sie plötzlich Verantwortung übernommen oder wen Sie unterstützt haben. Eben alles, was sich für Sie in dieser Zeit verändert hat.

Wir freuen uns über Ihre ganz persönliche Geschichte – egal ob lang oder kurz, ob ausformuliert oder nur in Stichpunkten. Uns interessieren einfach Ihre Erlebnisse. Und, vielleicht haben Sie ja auch aus der Not eine Tugend gemacht und es haben sich für Sie sogar ganz ungeahnte Möglichkeiten ergeben. Wir möchten gerne aus Ihren Erfahrungen lernen, hören welche Unterstützung Sie gebraucht hätten oder welche Sie erfahren haben. Ihre Geschichten wollen wir hier auf unserer Website veröffentlichen.

Füllen Sie dafür einfach unseren Fragebogen aus. Fragebogen und Teilnahmeunterlagen

Ihre Erlebnisse können Sie gerne an folgende Adresse senden:
Vogelsbergkreis - Der Kreisausschuss
Katharina Barth
Am Schlossberg 32
36304 Alsfeld
E-Mail: katharina.barth(at)vogelsbergkreis.de oder Fax: 06631 961616
Weitere Informationen gerne auch telefonisch unter 06631 961618.

Wir freuen uns auf Ihre Geschichte.


IDEENWETTBEWERB "Kinderbetreuung! Aber wie?"

Wir suchen Ihre praxisnahen Beispiele und kreative Ideen. -> TEILNAHMEUNTERLAGEN (PDF)

Anfang des Jahres hat uns die Veranstaltung „Mehr als Teilzeit! Was können Unternehmen, Städte und Gemeinden, Schulen und Kindergärten tun, um das Lebens- und Arbeitsumfeld familienfreundlich zu gestalten?“ einen Einblick gegeben, welche Möglichkeiten Eltern im Vogelsbergkreis für die Kinderbetreuung ihrer Schulkinder zur Verfügung stehen.

Ebenso wurde deutlich, dass eine verlässliche und gleichzeitig flexible Ganztagsbetreuung von Schulkindern noch in den Kinderschuhen steckt. Die Teilnehmer_innen und die Akteur_innen der Veranstaltung äußerten viele Ideen und Wünsche, um das Angebot zukünftig noch wertvoller und attraktiver zu machen. Das ist der Startschuss für den Ideenwettbewerb des Handlungsfeldes „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ des Vogelsberger Familienbündnisses.

Es gibt so viele individuelle Lösungen, kreative Ideen und innovative Denkansätze, rund um das Thema „Betreuung von Schulkindern nach dem offiziellen Schulschluss“. Dies können beispielsweise private Initiativen, Hilfestellungen von Unternehmen, Angebote der Kommunen oder der Schule selbst sein. Es ist doch viel zu schade, solche Schätze im Verborgenen zu lassen.

Wir möchten Ihre Praxisbeispiele und Ideen kennen lernen und in die Öffentlichkeit tragen – denn eine Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht.

Voraussetzung für die Teilnahme

an dem Wettbewerb können alle Interessierten aus dem Vogelsbergkreis teilnehmen. Egal, ob Sie sich selbst bei einer Initiative oder für ein Betreuungsangebot engagieren, oder ob Sie eines nutzen, auf welches Sie die Öffentlichkeit aufmerksam machen möchten – alle Bürger_innen, Unternehmen und Institutionen können Vorschläge einreichen. Um ausgezeichnet zu werden, muss das Betreuungsangebot oder die Idee nicht in einem Verein oder in einer Institution ausgeübt werden; auch private Initiativen, also auch einzelne Personen, können am Wettbewerb teilnehmen.

Die Auswahl der Preisträger_innen

Eine Jury des Familienbündnisses prüft die eingegangenen Bewerbungen und Vorschläge. Die Teilnahme lohnt sich!
Alle Teilnehmer_innen werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zur Präsentation der eingereichten Ideen eingeladen und für ihr Engagement ausgezeichnet. Sie  tragen zur Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes im Vogelsbergkreis bei. Zudem wird eine Berichterstattung in den Vogelsberger Medien stattfinden.

Die Teilnahmeunterlagen finden Sie [HIER]

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungen ein bei:
Katharina Barth
Vogelsberg Consult GmbH
Am Schlossberg 32
36304 Alsfeld
E-Mail: barth@vogelsberg-consult.de
Fax: 06631 961616
Weitere Informationen gerne auch telefonisch unter 06631 961618.
Bewerbungszeitraum: 26. August 2019 – 31. Oktober 2019


Vereinbarkeitstag 2018: Familienorientierung ist mehr als eine nette Geste | Vertreter des Vogelsberger Familienbündnisses waren in Berlin

„Alles in allem empfand ich die Veranstaltung als sehr gelungen. Man hat viel Input bekommen, die gesamte Stimmung war richtig familiär, hat zum Austausch angeregt und man konnte richtig spüren, dass den Menschen das Thema sehr wichtig ist“, berichtet Katharina Barth. Sie war für das Handlungsfeld „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in Berlin. Neben ihr hat auch Manfred Weber von der Handwerkskammer Wiesbaden am „Vereinbarkeitstag 2018“ teilgenommen. Er ist seit Jahren im selben Handlungsfeld des Vogelsberger Familienbündnisses aktiv.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hatte gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Dr. Eric Schweitzer rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum „Vereinbarkeitstag 2018“ in Berlin begrüßt. Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Fortschritt durch familienorientierte Unternehmenskultur“ standen Perspektiven und gute Beispiele für eine familienorientierte Arbeitswelt im Fokus der Podiumsdiskussionen und Workshops.

Sebastian Purps-Pardigol hat als Hauptredner das Publikum miteinbezogen: Beispiele „mitten aus dem Leben“ machten seine Thesen und Forschungsergebnisse anschaulich. Er ging den Fragen nach: Wie können wir das ungenutzte Potenzial von uns selbst, unserer Mitarbeitenden und der ganzen Organisationen noch besser entfalten? Welche Rahmenbedingungen brauchen wir, damit Menschen – wieder – über sich hinaus wachsen können?

Eine aktuelle Umfrage, deren Ergebnisse auf dem Vereinbarkeitstag vorgestellt wurden, zeigt: Knapp 80 Prozent aller Befragten schätzen eine familienfreundliche Unternehmenskultur für die Arbeitgeberattraktivität als wichtig oder sehr wichtig ein. 56 Prozent der Beschäftigten mit Kindern im Haushalt achten bereits heute auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur bei der Wahl ihres Arbeitgebers. Ein Drittel der Befragten (knapp 36 Prozent) ist mit der Familienfreundlichkeit des eigenen Arbeitgebers zufrieden.

„Die Zahl der Unternehmen, die ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Familienorientierung in der Wirtschaft ist längst nicht mehr nur eine nette Geste, sondern Standortfaktor und Notwendigkeit, um Fachkräfte zu gewinnen, zu halten und um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein.“, betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

Dieser Aussage pflichtete auch Dr. Eric Schweitzer (DIHK) bei: „In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine familienorientierte Unternehmenskultur ein wichtiger Teil der Arbeitgeberattraktivität. Dabei geht es um mehr als einzelne Maßnahmen, es geht letztlich um eine Haltung und eine strategische Ausrichtung des Betriebs. Gerade kleine und mittelständische Arbeitgeber können sich hierbei mit kreativen Ideen und im direkten Dialog mit den Belegschaften attraktiv aufstellen.“

Am Nachmittag konnten die Gäste der Veranstaltung sich in vier Berliner Betrieben selbst ein Bild davon machen, wie sich eine familienorientierte Unternehmenskultur umsetzen lässt. Katharina Barth hatte sich für den Besuch in der Charité entschieden. „Dort stellte sich die Direktorin des Klinikums Astrid Lurati den Fragen nach der Familienfreundlichkeit. Und die Leiterin des Familienbüros, Sabine Barleben, berichtete darüber, dass besonders die Kinderbetreuung ein wesentliches Anliegen der Beschäftigten der Charité ist.“


Ausgezeichnet! Sieben Vogelsberger Unternehmen mit besonders familienfreundlicher Personalpolitik

Wettbewerb Zukunft Familie 2017

Fachkräfte finden und dann auch im Betrieb halten – heutzutage keine leichte Aufgabe. Was aber definitiv beim Halten der Beschäftigten hilft ist eine familienfreundliche Personalpolitik, die es ermöglicht, Familie und Beruf ohne große Schwierigkeiten unter einen Hut zu bekommen. Sieben Vogelsberger Unternehmen haben mit ihrer guten Praxis am Wettbewerb „Zukunft Familie 2017“ teilgenommen und wurden vom Handlungsfeld „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ im Vogelsberger Familienbündnis dafür ausgezeichnet. Für den musikalischen Rahmen sorgten Schülerinnen und Schüler der Alsfelder Musikschule.

Schon zum fünften Mal fand der Unternehmerwettbewerb statt, zum fünften Mal wurden Unternehmen mit besonders gelungener Personalpolitik ausgezeichnet und vorgestellt – es sei wichtig, solche zum Teil ganz pragmatischen Beispiele bekannt zu machen, um dadurch anderen Betrieben ein Vorbild zu sein. Thomas Schaumberg, Sprecher des Handlungsfelds „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ freute sich auch, weil in diesem Jahr fünf neue Preisträger dabei waren, „das Thema nimmt Fahrt auf“. Sein Dank galt seiner Kollegin Katharina Barth für die Organisation und Planung des Wettbewerbes, „ich bin zwar der Sprecher, aber die Arbeit macht sie“.

Für Dr. Jens Mischak, Schirmherr der Veranstaltung, ist eines klar: „Familienpolitik geht uns alle an.“ Gerade in Zeiten des demografischen Wandels müsse daran gearbeitet werden, dass die Region attraktiv für junge Familien bleibe. Er führt an, dass sich laut einer Studie 60 Prozent der Eltern von Kindern unter drei Jahren die Kindererziehung und -betreuung teilen wollen, dass dies jedoch nur in einem viel geringerem Umfang auch gelinge.  Es gebe viele Aufgaben an die Kreispolitik, aber es gehe nicht alleine um Angebote in der Kinderbetreuung. Dieser Wettbewerb zeige, dass auch und gerade in der Arbeitswelt schon viele Möglichkeiten gesucht und gefunden würden. 

Die ausgezeichneten Unternehmen waren: bvhb-Behindertenhilfe Vogelsberg (Herbstein), Garten- und Landschaftsbau Bast (Mücke), MRH Trowe (Alsfeld), Rambachhaus Alsfeld GmbH, Tagespflege Anima (Grebenhain), Vobitz – Agentur für digitale Medien (Alsfeld) und VR Bank HessenLand eG (Alsfeld). Viele von ihnen waren nicht zum ersten Mal dabei, die VR Bank sogar zum fünften Mal und die Tagespflege Anima hatte zum vierten Mal überzeugt. Deren Stärken: Individuelle und sehr flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten – zum Teil in Ergänzung zu Teilzeitarbeit, Fernlehrgänge, Tagespflege für die Kinder im Betrieb oder Homeoffice-Möglichkeiten.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Region ein Thema „von herausragender Bedeutung“, unterstrich auch Roman Kubla aus dem Vorstand der Sparkasse Oberhessen. Der Fachkräftemangel sei auch bei den Banken angekommen, man bewerbe sich als Arbeitgeber bei zukünftigen Mitarbeitern, nicht umgekehrt.

Viele kleine Beispiele aus der Praxis zeigte Manfred Weber auf, der als Bündnismentor seit Jahren aktiv ist. Der stellvertretende Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden berichtete von Handwerksbetrieben und deren vielfältigen Formen der Familienfreundlichkeit. „Die Familienfreundlichkeit ist längst zum Standortfaktor geworden – und zwar mit Ausrufezeichen“, so sein Fazit.


ElterngeldPlus - Informationsabend für Unternehmen und Personalverantwortliche

„Wir suchen seit Jahren mit unserem Wettbewerb nach familienfreundlichen Unternehmen und finden viele davon hier bei uns. Dem Wunsch der Betriebe nach fachlichem Input und der Möglichkeit des Kennenlernens und der Vernetzung untereinander tragen wir mit dieser Veranstaltung Rechnung.“ Mit diesen Worten begrüßte die Sprecherin des Handlungsfeldes „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ im Bündnis für Familie, Andrea Ortstadt, Unternehmerinnen, Unternehmer und Personalverantwortliche in den Räumen der Behindertenhilfe. Dem Wunsch nach weiteren Informationsveranstaltungen für Personalverantwortliche soll auch zukünftig Rechnung getragen werden. Thema dieses Abends war neben der Familienfreundlichkeit das neue ElterngeldPlus.

Über die Neuerungen für Eltern der ab dem 1. Juli 2015 Geborenen referierten Tanja Keil und Silke Mandler. Sie arbeiten in der „Fachaufsicht Elterngeld“ beim Regierungspräsidium Gießen und standen den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort zu Fragen rund ums Thema Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit – Begriffe, die übrigens sogar für die Fachleute im Saal nur schwer voneinander zu trennen waren.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie [HIER].


Unternehmen für familienfreundliche Personalpolitik ausgezeichnet

Urkunden an zehn Firmen – Familienfreundlichkeit ist wichtiger Standortfaktor

Zum vierten Mal hatte das Bündnis für Familie Vogelsberger Firmen zur Teilnahme am Wettbewerb "Zukunft Familie 2015! Familienfreundliche Personalpolitik im Vogelsbergkreis" aufgerufen. Beworben hatten sich zehn Firmen, die sich aktiv mit dem Thema befassen und in vorbildlicher Art und Weise auf die unterschiedlichen Belange ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen. Ausgezeichnet wurden alle zehn Bewerber, nachdem die Jury sich ein Bild von den Firmen gemacht hatte. „Sie alle ermöglichen Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern familiäre und berufliche Herausforderungen jeden Tag aufs Neue miteinander zu vereinbaren“, lobte Erster Kreisbeigeordneter Peter Zielinski, „dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken. Mit Ihrer Teilnahme sorgen Sie auch dafür, dass dieses wichtige Thema in die Öffentlichkeit getragen wird und dass andere Firmen sich ein Beispiel nehmen können.“

Er überbrachte die Grüße des Schirmherrn Landrat Görig und dankte auch den beteiligten Organisatoren: die Agentur für Arbeit Gießen, die Handwerkskammer Wiesbaden und die IHK Gießen-Friedberg hatten den Wettbewerb unter der Regie der Vogelsberg Consult organisiert. Sein Dank galt auch dem Kulturverein Lauterbach, der Lutz Habekost Werbeagentur Lauterbach, der Pflegebegleitungsinitiative Alsfeld/Vogelsbergkreis und der Sparkasse Oberhessen für deren Unterstützung. Thomas Falk, Vorstandsmitglied der Sparkasse, strich in seiner Begrüßung ebenfalls die Wichtigkeit der flexiblen und familienfreundlichen Personalpolitik heraus: „Wir alle können noch voneinander lernen und heute Abend vielleicht gute Anregungen mitnehmen, damit die Entwicklung weiter geht.“

Die ausgezeichneten Firmen sind: Acti-Med in Freiensteinau, die Behindertenhilfe Vogelsbergkreis, die Diakonie Hoher Vogelsberg in Grebenhain, OTW Osthessische Textilwerke in Schlitz (ehemals Firma Langheinrich), Schlosser Cartrans in Mücke, die Schottener Sozialen Dienste, die Tagespflege Anima in Ilbeshausen, das Pusteblume-Therapiehaus in Lauterbach, Votronic Electronic Systems in Lauterbach und die VR-Bank HessenLand in Alsfeld. In drei lockeren Interviewrunden wurden die Unternehmen unter der Moderation von Sabiene Döpfner (Social Design) vorgestellt.

Die Diakonie Hoher Vogelsberg, vertreten durch Christian Schick, hat 68 Beschäftigte, davon 63 Frauen. Rund 250 Patienten werden ambulant versorgt, die drei Führungskräfte „übernehmen im Notfall einfach auch einmal Patientenbesuche und fangen mit einer Tour an, wenn es nötig ist“. Es gibt zusätzliche freie Tage bei besonderen familiären Anlässen und ein Sozialbudget, aus dem beispielsweise KiTa-Gebühren gezahlt werden. Die Tagespflege Anima, vertreten durch Angelika Deuchert-Baumgart, hat neun Beschäftigte, davon acht Frauen. Kinder können bei Bedarf mitkommen und werden ins Programm der Tagesgäste integriert. Gleich fünf Beschäftigte haben ihr Unternehmen für den Wettbewerb vorgeschlagen – „das spricht für sich“, so Andrea Ortstadt, Sprecherin des Handlungsfeldes im Familienbündnis. „Wir federn im Team vieles ab“, meint Frau Deuchert-Baumgart, „aber wir feiern auch oft gemeinsam – irgendwas müssen wir richtig machen.“

Pusteblume ist tätig in der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. 70 der 85 Beschäftigten sind Frauen. Das Therapiehaus zahlt Kinderbetreuungs-Zuschüsse und macht Beratungsangebote vor, während und nach der Elternzeit. Franz Luzum bietet seinen jungen Müttern im Team äußerst flexible Zeiten zum Wiedereinstieg an und hat sogar für 15 Mitarbeiterinnen aus der gleichen Gegend eine Außenstelle geschaffen, die das Arbeiten von zuhause ermöglicht.

OTW Osthessische Textilwerke, vertreten durch Sandra Zomerland, hat 122 Beschäftigte, davon 39 Prozent Frauen. Das Unternehmen zahlt Kinderbetreuungs-Zuschüsse, Kinder können im Notfall mitgebracht werden. Für Acti-Med war Waltraud Höhn nach Lauterbach gekommen. Das Unternehmen ist in der Medizintechnik tätig und hat 135 Beschäftigte, davon 96 Frauen. Besonders gut komme die Mitarbeiterzeitschrift an, außerdem gibt es zum Beispiel Freistellungen für pflegende Angehörige über die gesetzlichen Regelungen hinaus.

Die Behindertenhilfe Vogelsbergkreis, vertreten durch Katja Diehl, hat schon zum dritten Mal am Wettbewerb teilgenommen. 171 der 265 Mitarbeiter sind Frauen. Auf Wunsch bleiben Beschäftigte während der Elternzeit mit sechs bis acht Wochenstunden weiter eingebunden oder können währenddessen an Weiterbildungsangeboten teilnehmen. Auch Schlosser Cartrans, vertreten durch Sibylle Bernges, nahm schon zum zweiten Mal teil. Die Firma ist tätig im Bereich Autotransport und –aufbereitung, die Hälfte der 28 Beschäftigten sind Frauen. Unter anderem wird die Begleitung vor und während der Elternzeit sowie die Zahlung von Kinderbetreuungszuschüsse angeboten, „Kinder können auch Mal mitgebracht werden“.

Die Schottener Sozialen Dienste zahlen ebenfalls Kinderbetreuungszuschüsse, haben einen Sozialfonds und Angebote während der Elternzeit. Wiedereinstellungen in Führungspositionen sind möglich. „Wir wollen Familienfreundlichkeit von oben nach unten implementieren“, so Annabel Döll. Die VR Bank HessenLand war schon zum vierten Mal im Wettbewerb, vertreten durch Gerhard Ursprung, der selbst zwei Monate Elternzeit genommen hat. Dort wurden beispielsweise Lebensarbeitszeitkonten eingeführt, teilweise kann von zu Hause gearbeitet oder über web-basiertes Training Weiterbildung betrieben werden. Votronic war auf der Abschlussveranstaltung nicht vertreten. Die Firma stellt elektronische Geräte her. Beratung während der Elternzeit und die Möglichkeit zum Abschluss einer betrieblichen Krankenzusatzversicherung auch für Familienangehörige gehören zu ihren Angeboten.

Die Jury bestand aus Helga Fuchs von der Agentur für Arbeit Gießen, Freya Ruth von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg, Manfred Weber von der Handelskammer Wiesbaden und Andrea Ortstadt von der Vogelsberg Consult. Den festlichen und musikalischen Rahmen der Feierstunde in der Sparkassenaula gestalteten die Brüder Matteo, Cedric und Philipp Stork, Nikolas Scheuing und Alina Beritz, Schüler der Musikschule Alsfeld.


Familienfreundliche Unternehmen: Landrat Görig lobt alle 13 Teilnehmer

Wettbewerb „Zukunft Familie 2013“ – Mobile Pflege Vogelsberg, Therme Rühl und VR-Bank HessenLand sind die Gewinner

Das Lob des Landrats als Schirmherr galt allen 13 Teilnehmern des bereits dritten Wettbewerbs „Zukunft Familie“, das vom Bündnis für Familie veranstaltet wurde. Familienfreundlichkeit sei ein Standortfaktor für den Vogelsbergkreis, sagte Landrat Görig.

Die Sieger sind: Mobile Pflege Vogelsberg, Herbstein (in der Kategorie bis 20 Mitarbeiter), Physiotherapie Therme Rühl, Alsfeld (in der Kategorie bis 150 Mitarbeiter) und die VR-Bank HessenLand, Alsfeld (in der Kategorie über 150 Mitarbeiter). Melanie Berger, Hans Otto Rühl und Ralph Kehl nahmen die Auszeichnung entgegen.

Die weiteren zehn Teilnehmer erhielten alle eine Urkunde, nämlich: Behindertenhilfe Vogelsbergkreis (Herbstein), CVJM Feriendorf (Herbstein), Diakonisches Werk Vogelsberg (Lauterbach), Haus Margarete Altenpflege (Lauterbach), Schottener Soziale Dienste (Schotten), ThyssenKrupp Tiefbautechnik (Alsfeld), Vogelsbergklinik (Grebenhain), Weinhaus Jochim (Schotten) und Weppler-Jungermann Architekturbüro (Alsfeld). Die Firma Schlosser Cartrans (Mücke) erhielt ein Extra-Lob für besonders flexiblen Umgang mit den Familienbedürfnissen seiner Mitarbeiter.

Die Jury hatte es nicht einfach, aus den drei Kategorien jeweils einen Sieger auszurufen, hob Projektleiterin Andrea Ortstadt hervor, denn „alle lagen bei den Punkten ganz nah beieinander – und alle haben uns beeindruckt“. Bemerkenswert: die meisten Bewerbungen für die Teilnahme am Wettbewerb kamen nicht von den „Chefs“, sondern von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst. 

Wertschätzung als Zukunftsinvestition

Übereinstimmend bewerteten alle Unternehmensvertreter den Faktor Familienfreundlichkeit als „Win-Win-Situation“ und als „Investition in die Zukunft“. Geringer Krankenstand, geringe Fluktuation, dafür jedoch hohe Motivation, hohe Loyalität und hohe Produktivität seien die Wirkungen davon, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren familiären Interessen zu unterstützen. Dies reiche von der Rücksichtnahme in Schichtplänen auf die Interessen von Müttern und Vätern, Schul- und Kita-Beginn der Kinder zu integrieren, bis hin zur Anforderung, zu Hause Angehörige zu pflegen.

Sabiene Döpfner (Social Design) hatte alle Teilnehmer zum Wettbewerb in lebendiger und aufschlussreicher Form in einem gestaffelten Interview befragt. Ihr Fazit: Familienfreundlichkeit ist ein Image-Vorsprung und ein echter Standort-Vorteil. Der Wettbewerb beweise: Flexibilität ist möglich und machbar.

Ralph Kehl, Vorstandsmitglied der VR Bank HessenLand, nannte ein Beispiel: die Bank wende über 40 verschiedene Arbeitszeitmodelle an, um den Interessen der Familien zu genügen. Sowohl Frau Katja Diehl von der Behindertenhilfe Vogelsbergkreis als auch Frau Lydia Appel-Moritz (ThyssenKrupp) plädierten über betriebliche und öffentliche Maßnahmen und Einrichtungen hinaus für eine Verstärkung lokaler und regionaler Netzwerke. Frau Diehl wörtlich: „Lasst uns Kooperationen schmieden!“

Landrat Görig dankte allen Teilnehmern. Ihr Engagement motiviere sicher weitere Firmen und Institutionen im Landkreis, das Thema Familienfreundlichkeit noch bewusster in den Blick zu nehmen. Görig dankte auch mehreren Unternehmen und Vereinen herzlich für die Unterstützung, ohne die der Wettbewerb so nicht hätte durchgeführt werden können: Ernst Diegel GmbH Alsfeld, Lutz Habekost Werbeagentur Lauterbach, Kulturverein Lauterbach, Pflegebegleitungsinitiative Alsfeld/Vogelsbergkreis und Team Digital - kreative Kommunikation Lauterbach-Frischborn.

Besonders dankte der Landrat Andrea Ortstadt, Diplom-Betriebswirtin bei der Vogelsberg Consult und Sprecherin des Handlungsfelds „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ im Vogelsberger Familienbündnis, sowie Frau Vogel-Wey von der IHK und Herrn Manfred Weber von der Handwerkskammer Wiesbaden sehr herzlich für das große Engagement in der strategischen Umsetzung des Wettbewerbs.

Das Familienbündnis trage mit dem Unternehmer-Wettbewerb dazu bei, die Attraktivität der Region herauszustellen. Denn es gehe hier um Demografiepolitik, um Fachkräftesicherung, um Wirtschaftsförderung, letztlich um Standortpolitik.

Bereits zum dritten Mal hatte das Vogelsberger Bündnis für Familie Ausschau nach Arbeitgebern in der Region gehalten, die ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Flexible Arbeitszeiten, Unterstützungsangebote bei der Kinderbetreuung sowie Freiräume für die Betreuung pflegebedürftiger Angehörige sind einige Beispiele für familienfreundliche Maßnahmen. Gerade kleinere Unternehmen punkten häufig durch hohe Flexibilität und Kreativität, wenn es gilt, individuelle Lösungen zu finden. Dies wurde auch jetzt wieder sehr deutlich.

Alle Unternehmerinnen und Unternehmer plädierten im Interesse der Standortattraktivität für eine Verbesserung des Busverkehrs innerhalb des Landkreises.


Landrat Manfred Görig (links) mit den Preisträgern (von links) Hans Otto Rühl (Physiotherapie Therme Rühl, Alsfeld), Michael Schlosser (Schlosser Cartrans, Mücke), Ralph Kehl (VR Bank HessenLand, Alsfeld) und Melanie Berger (Mobile Pflege Vogelsberg, Herb

Bereits zweimal – 2009 und 2011 – hat das Bündnis einen Wettbewerb für heimische Unternehmen ausgeschrieben. In der Folge wurden 10 Firmen und Institutionen öffentlich besonders heraus gestellt. 

Das Ziel des Wettbewerbs: herausfinden, welche unkomplizierten und nicht kostenintensiven Lösungen es in – auch kleinen – Firmen geben kann, damit Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bringen sind. Für viele Betriebe, die Fachkräfte suchen, ist Familienfreundlichkeit ein wesentlicher Standortfaktor geworden. Und für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist Familienfreundlichkeit genauso wichtig wie eine gute Bezahlung. Landrat Marx sagte bei der jüngsten Preisverleihung: Hier geht es um Demografiepolitik, um Wirtschaftsförderung, letztlich um Standortpolitik. 

Wichtige Partner des Familienbündnisses – nicht nur bei diesem Wettbewerb – sind die Vogelsberg Consult, die IHK Gießen-Friedberg, die Handwerkskammer Wiesbaden, der Verein MitteHessen.

Ausgezeichnet wurden bisher:

  • VR-Bank HessenLand, Alsfeld (bereits 2-mal)
  • CNC-Weber, Homberg
  • Kruppert, Schlitz
  • Hartmann Spezialkarosserien GmbH, Alsfeld
  • Sport-Riegel, Lauterbach
  • Behindertenhilfe Vogelsberg, Herbstein
  • Gemeinschaft Altenschlirf
  • Stadtverwaltung Schotten
  • Stadtverwaltung Herbstein
  • Gemeinde Grebenhain

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