Gesundheit und Pflege

Sprecher: Heike Bohl, Hans Dieter Herget

Kontakt: Zur Koordination Ihrer Anfragen steht Ihnen Frau Obenhack im Koordinationsbüro der Kreisverwaltung gerne zur Verfügung:
Telefon: 06641/977-3404
E-Mail: sandra.obenhack(at)vogelsbergkreis.de

„Gesund, fit, jung und dynamisch und selbstbestimmt. In unserer Gesellschaft haben sich diese Eigenschaften als Idealbild festgesetzt. Dabei gibt es auch zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger, die diesem Idealbild nicht entsprechen. Für diese Menschen sieht die Lebenswirklichkeit vorübergehend oder auf Dauer oft ganz anders aus. Das Handlungsfeld Gesundheit und Pflege will diese Wirklichkeit in den Blick nehmen. Die haupt- und ehrenamtlich tätigen Akteure erörtern, wo es in den Bereichen Gesundheit und Pflege Handlungsbedarf gibt und zeigen auf welche Möglichkeiten für Verbesserungen bestehen. Außerdem geht es um die Herausforderungen und Chancen, die der demografische Wandel mit sich bringt.“

Grundsätzlich gilt: die Arbeitsgruppen sind offen für alle Menschen, die ihre Ideen einbringen wollen.

Nächstes Treffen: 23. Mai 2017, 15:00 Uhr Landratsamt Lauterbach, Goldhelg 20, Sitzungssaal


Zum Internationalen Tag der Pflege: Arbeitsgruppe Pflegefachkräftemangel präsentiert Broschüre "Wege in die Pflegeausbildung"

Pflegerische Berufe werden auch in Zukunft gefragt sein – wegen des demografischen Wandels vielleicht so sehr wie nie zuvor. Gegen den Fachkräftemangel sind die Fachstelle Gesundheitliche Versorgung, der Pflegestützpunkt und das Familienbündnis gemeinsam mit den Experten der Vogelsberger Pflegeakademie, der Krankenhäuser sowie stationären und mobilen Pflegeeinrichtungen aktiv geworden: Ergebnis ist die Broschüre „Wege in die Pflegeausbildung“.

Auf einer Pressekonferenz haben Landrat Manfred Görig, Frau Dr. Sigrid Stahl (Fachstelle Gesundheitliche Versorgung) und Monique Abel (Pflegestützpunkt) über die gesellschaftspolitische Relevanz des Themas sowie zum Hintergrund der gelungenen Zusammenarbeit informiert. 

Die Broschüre ist kostenfrei und kann bestellt werden unter 06641 977-0.

Mehr dazu können Sie [HIER] lesen.

Klick aufs Bild öffnet die Broschüre (PDF)


Wie sieht „gutes Leben“ mit Demenz aus?

„Gutes Leben mit Demenz im Vogelsbergkreis“- wie kann das gelingen und welche Rahmenbedingungen sind dazu notwendig? Diesen Fragen ist eine studentische Projektgruppe der Hochschule Fulda, Fachbereich Pflege & Gesundheit unter Leitung von Frau Prof. Dr. Helma Bleses über ein Jahr lang intensiv nachgegangen. Die Ergebnisse des Projektes präsentierten die 16 Studierenden jetzt im Rahmen einer Veranstaltung des Bündnis für Familie im Handlungsfeld „Gesundheit und Pflege“.

So anspruchsvoll wie der Titel war auch der Aufbau der Studie: Neben einer umfangreichen Recherche der wissenschaftlichen Literatur zum Thema „Leben mit Demenz“ hatte die Studie einen quantitativen und einen qualitativen Forschungsansatz. In einem ersten Schritt wurde zunächst eine wissenschaftliche Analyse zum Thema „Gutes Leben mit Demenz“ durchgeführt. „Soziale Sicherheit, Unabhängigkeit, finanzielle Sicherheit, soziale Beziehungen, psychologisches Wohlbefinden, Religiosität und das Gefühl gebraucht zu werden sind entscheidende Faktoren für die Lebensqualität.“, fassten Julia Hirsch und Michael Pal die Ergebnisse zusammen. Doch wie sieht die Situation im Vogelsbergkreis konkret aus?

Dazu hat die Projektgruppe eine umfangreiche Erhebung und Analyse durchgeführt und die Ergebnisse erstmalig für den Vogelsbergkreis in gebündelter Form zusammengestellt. „Die Angebote im Vogelsbergkreis reichen von Pflegediensten, Haus- und Fachärzten über Beratungsdienste, Fahrdienste, betreutem Wohnen und Tagespflege bis zu ehrenamtlichen Initiativen und ehrenamtlicher Pflegebegleitung. Allerdings gibt es Landstriche, die kaum Angebote für Personen mit Demenz vorweisen können“, führten Heiko Bully und Theresa Barthelmes aus. Das Projektteam dankte den Mitarbeitern der Kreisverwaltung Udo Harzer und Marco Schuster für die unkomplizierte und fachlich hervorragende Unterstützung.

Ein zweiter Schwerpunkt der Studie bestand in einem qualitativen Forschungsansatz. Dazu hat das Projektteam zunächst Experten der Region zum Thema befragt. Einig sind sich alle Experten darin, dass die mit der Demenz verbundenen Herausforderungen sowohl für die Personen mit Demenz als auch für ihre Angehörigen sehr hoch sind. Aus Sicht der Experten ist es sinnvoll ehrenamtliche und professionelle Angebote eng miteinander zu verzahnen, um so die Möglichkeiten der Unterstützung zu erweitern. Weitergehend sprachen sich die Experten dafür aus, die Transparenz rund um die Versorgungsangebote zu erhöhen. Angeregt wurde auch in Ergänzung zu der Arbeit des Pflegestützpunktes die Etablierung einer zentralen Anlaufstelle für Personen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Neben theoretischen Erkenntnissen konnte die Projektgruppe auch einen ersten praktischen Umsetzungsschritt präsentieren: „Die Interviews haben gezeigt, dass sich die Angehörigen gebündelte Informationen zum Thema Demenz wünschen. Mit Unterstützung der Pressestelle und der Fachstelle Gesundheitliche Versorgung der Kreisverwaltung haben wir einen ersten Entwurf für einen Ratgeber erstellt, der alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner in der Region benennt“, so Anna Letnev. Frau Dr. Stahl von der Fachstelle führte dazu aus, dass dieser Entwurf weiterentwickelt und dann der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.


Dankeschön nach der Ergebnispräsentation der Studie „Gutes Leben mit Demenz im Vogelsberg“: Hans Dieter Herget (Sprecher Familienbündnis, rechts) und Dr. Sigrid Stahl (Fachstelle Gesundheitliche Versorgung, daneben) überreichten Blumen an Frau Prof. Bleses (links) und Buchgutscheine an die Studierenden der Hochschule Fulda.

Bild: Thomas Schneege

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